Yvonne Hiller 

Ja, grün und liberal gleichzeitig, das ist möglich!

Und notwendig - damit keine Ressourcen ausgebeutet werden können und unter Beachtung aller Interessen und für alle Beteiligten grösstmöglicher, fairer Gewinn entstehen kann.

Auf dieser Seite:
- Smartspider
- Meine thematischen Schwerpunkte
- Aktuelle Themen

Übersicht meiner Positionen im Smartspider


Meine thematischen Schwerpunkte

Umwelt und Wirtschaft 

Meine Vision ist eine Menschheit, die nur produziert, was siewährend eines Menschenlebens wieder abbauen kann, und nur verwendet, was siewährend eines Menschenlebens wieder aufbauen kann.

Viele Ressourcen stehen uns selbstverständlich zur Verfügung, es sind aber bekanntlich längst nicht alle unendlich. Bei der Gewinnung, Nutzung und Entsorgung entsteht oft Schaden. Kein Mensch kann die Verantwortung übernehmen für fast endlos zu lagernden Atommüll und eine Bevölkerung, die in einem Einzugsgebiet einem stetigen Restrisiko ausgesetzt ist. Eigens verursachte Nebenkosten müssen auch selbst bezahlbar sein. Maximaler wirtschaftlicher Gewinn darf nicht als Resultat von Übernutzung enstehen!

Innovativ und erfolgreich zu bleiben bedingt für die Schweiz, dass Politik und Wirtschaft noch flexibler, kooperativer und zielstrebiger werden. Ich glaube an eine Win-Win Situation, wenn alle Beteiligten nach vorne schauen, breit denken und tatkräftig anpacken. Nachhaltige Demokratie bedeutet für mich, dass deren Teilnehmer gemeinsam und gezielt handeln - nicht möglichst aneinander vorbei politisieren und die Verantwortung für das Umfeld ignorieren können. Nachhaltige Demokratie ist aufwändig, aber was ist aufwändiger und zerstörender als ein kaputtes Atomkraftwerk oder eine Grossbank kurz vor dem Kollaps?

"Den Menschen liegt die Gegenwart näher als die Zukunft, weswegen sie Vorteile, die sie heute erlangen könnten, weit höher schätzen als die Nachteile, die sie morgen erleiden. Daher ist es psychologisch verständlich, warum nachhaltige Politik es immer schwer hat" (Prof. Dr. Felix Ekardt). Anreize am richtigen Ort helfen, das "Gärtli-Denken" zu verlassen und liberale, nachhaltige und gleichzeitig erfolgsfördernde Strategien zu erkennen.

Nachhaltigkeit fördert Innovation und Forschung, massvolle Raumplanung, eine leistungsstarke, zufriedene und sozial stabile Gesellschaft. Sie fördert zudem präventive Massnahmen sowie Bildung und nimmt Rücksicht auf Ressourcen. Nachhaltig wirtschaften für nachhaltigen Erfolg! 

Änderungen gehören zum Alltag - deren Tempo und Akzeptanz noch nicht.

Gesellschaft und Innovation


Weiter denken, liberal und nachhaltig handeln. Wir können heute die Wege für morgen bereiten und dabei historisch bedingte, inzwischen unnötige Einschränkungen baldmöglichst aus dem Weg räumen. Wenn wir nicht mithalten können bezüglich Schnelligkeit und Innovationen, weil wir uns selbst im Weg stehen, wird auch für die Schweiz das Wort "Erfolg" bald eine andere Bedeutung haben. Wir müssen wettbewerbsfähig bleiben, ohne gleichzeitig eine gewisse Sorgfaltspflicht zu vernachlässigen!
 
Um vorhandene Ressourcen gewinnbringend einsetzen zu können, muss auch die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie selbstverständlich werden, sowohl für Frauen als auch für Männer. Teilzeitstellen anzubieten bedeutet, dem Unternehmen wertvoll aufgebaute und motivierte Mitarbeitende zu erhalten. Gut ausgebildete Fachkräfte bleiben auf dem Arbeitsmarkt, es braucht weniger staatliche Unterstützung und die Steuereinnahmen werden durch mehr Arbeitende erhöht. Für eine effektive Ressourcennutzung!

Heutige Kommunikationsmöglichkeiten vereinfachen diese Ressourcenerhaltung in den meisten Bereichen massgebend und solche flexible Strukturen fördern die Stabilität einer Gesellschaft, das Vertrauen und den sozialen Austausch in allen Bereichen. Wie oft im Leben sind Kommunikation und Organisation die massgebende Basis, auch zum Beispiel für Homeoffice. Zudem lernen Kinder so früh, sich zu integrieren und sozialisieren und Erwachsene können eine sinnvolle Work-Life-Balance erhalten. Für eine liberale Lebensgestaltung!

Verkehr und Raumplanung


Arbeit wird immer projektbezogener, Arbeitswege immer flexibler, die Technik noch schneller. Voraussetzung um mithalten zu können sind strukturierte Netzwerke und solides Wissensmanagement. Dieser Lebensstil hat auch Folgen für die Raumplanung (Pendlerströme, Schulwege, Handy-Netze,...).

Lebensräume und Verkehrspläne werden von diesem Lifestyle geprägt, wobei der Mensch dasselbe Gewohnheitstier bleibt. Gleichzeitig ist nur beschränkt Raum vorhanden. Dessen Grundlage, oft um die hundert Jahre alt, muss als gegebene Basis genommen werden. Keine Raumplanung sollte ohne Einschätzung zukünftiger, langfristiger demographischer Entwicklungen und Fortbewegungsnotwendigkeiten und -möglichkeiten stattfinden.

Bildung, Jugend und Sport / Prävention


Ein bewusster Lebensstil kann nicht alles verhindern, aber viel vorbeugen. Sport und ausgewogene Ernährung sollen weiterhin Teil der Allgemeinbildung bleiben und bereits in jugendlichen Jahren damit erkannt werden können, was für ein Mehrwert das im eigenen Leben in vieler Hinsicht generieren kann. Prävention statt nachträglicher Budgetdiskussionen.

Nur, wenn wir offen und integrativ sind, können wir
proaktiv reagieren und nachhaltigen Erfolg generieren.
Grün und liberal gleichzeitig, für eine nachhaltige Zukunft!

Aktuelle Themen

Vereinbarkeit und Betreuung

2018 hat das Parlament drei meiner Vorstösse für umfassendere Betreuung, ausser der glp, breit abgelehnt. Um dem Anliegen mehr Gewicht zu verleihen, haben wir in der Folge die breit abgestütze IG familienfreundliches Wettingen gegründet.

2019 hat die IG eine erfolgreiche Petition lanciert. Dank diesem Druck und meinen Hinweisen wurden u.a. der Tagesstern Süd eröffnet, ein Tagesstern an der Schartenstrasse errichtet und am Mittwochmorgen Betreuung für Kindergartenkinder eröffnet.

2020 begann die Gemeinde ohne offizielle Kommunikation, die Blockzeiten zu beschneiden. Da zuerst niemand reagiert habe, hätten sie den Weg weiter befolgt. Auf Nachfrage wird auf die neue Ressourcierung verwiesen, welche in anderen Gemeinden jedoch keine solchen Konsequenzen hat. Nach erfolglosen Verhandlungen mit den Schulleitungen und den kantonalen zuständigen Behörden habe ich den Weg über die Öffentlichkeit gesucht und 2021 einen Vorstoss eingereicht zur Wiedereinführung der Blockzeiten. Dieser wird teilweise von der SVP unterstützt. Die SP hat trotz meinem vorzeitigen Zusammenarbeitsangebot zeitgleich einen eigenen Vorstoss erarbeitet und parallel eingereicht. Ich werde die Sache und damit beide Vorstösse unterstützen. Schade, wenn bei so wichtigen Themen, bei denen so viele Steuerzahler auf ein inhaltliches Vorwärtskommen warten, Machtspiele, statt Zusammenarbeit, die Ratsmentalität prägen.

Die Weg-Problematik bleibt "Sache der Eltern" und ist je nach Standort Kindergarten - Tagesstern, und Alter der Kinder, meines Erachtens nicht zumutbar. Auch, dass gerade trotz dieser Diskrepanz keine Bewilligungen vergeben werden für privat geführte Betreuungsangebote auf Kindergartenstufe, verhindert einen gesunden Wettbewerb und erschwert vielen Eltern die Vereinbarkeit massiv. Wir bleiben dran.


Schulen

Die bestehenden Schulhäuser sollen maximal ausgenutzt und Räumlichkeiten für Mehrnutzungen flexibel ausgestaltet werden. Wir fordern eine langfristige Definition eines Zielzustandes über die Standorte und Dimensionierung der Schulkreise. Der Mittagstisch bzw. die Tagesschule muss ein integraler Bestandteil für die Weiterentwicklung der Schulen sein. Insbesondere bei Kindern zwischen 4-8 Jahren soll berücksichtigt werden, dass sie Beständigkeit benötigen und nicht unmittelbar alleine auf die Strassen geschickt werden sollten, da ihr Verständnis für Verkehr nachweisbar erst mit ca. 8 Jahren zuverlässig entwickelt ist.


Bahnhofsareal

Wenn Wohnraum bereit gestellt werden muss, ist das Bahnhofsareal eine passende Zone. Es ist nicht unser Anliegen, Wettingen grundsätzlich noch mehr wachsen zu lassen. Die realisierenden Träger versuchen natürlich bestmöglichen Profit aus der Immobilienentwicklung zu schlagen. Ich habe mich im Namen der glp Wettingen im Mitspracheprozess intensiv eingesetzt für deutlichmehr Grünflächen, nachhaltigere Bauten, Einbezug der Kaltluftflüsse statt Abriegelung hin zur Limmat / zum kühlen Zufluss vom Wald süd-westlich, für unterirdischen statt oberirdischen Verkehrsfluss sowie velofreundlichere und mehr Fussgänder-/Begegnungszonen. Die Gemeinde darf hier durchaus Forderungen an die Investoren stellen im Rahmen einer vorbildlichen, progressiven und nachhaltigen Entwicklung des Quartiers. Dies bedeutet für uns nicht, möglichst hohe Bauten zuzulassen, sondern auch mit Vorgaben wie vorher genannten sowie Sonneneinfallswinkel, Begrünungen, Durchgangswegen etc. deutlich festzuhalten, was für Wettingen eine vorbildliche Lebensqualität in dieser Zone sicherstellt.


Regionales Entwicklungsleitbild "REL"

Es soll meiner Meinung nach vermehrt in die Höhe gebaut werden können, damit die noch verbleibenden Grünflächen geschont und erhalten werden können.  Die Gemeinde soll mehr Anreize setzen für nachhaltiges Bauen, und sich mehr damit auseinander setzen, statt mit grössteneils unnötigem Schutz von sogenannt prägenden Gebäuden. Dunkle Steinfassaden werden als "zukunftsführende Vorbildsbauten" hervorgehoben, obwohl genau solche Fassaden die nächtliche Abkühlung torpedieren. Orange Ziegel hingegen werden aus optischen Gründen verboten, statt sie den dunklen Tönen zu bevorzugen und nebenbei das Dorf freundlicher zu gestalten. Ich habe die Gemeinde  aufgefordert, sich intensiver mit Luftflüssen, grünen Lungen und dem Willen der EinwohnerInnen auseinander zu setzen und dies auch in Aarau einfliessen zu lassen. Ob eine Limmattalbahn, als West-Ost-Verbindung, wenn die Pendelströme v.a. Nord-Süd-Verbindungen bedürfen, eine derartige bauliche und beeinflussende Massnahme rechtfertigen, ist für mich nicht klar. Auch die OASE beeinflusst wiederum die Verkehrflüsse und zerstört intakte Natur. Ich habe einen Vorstoss eingereicht, dass die Landstrassensanierung erst angegangen werden sol, wenn die Gemeinde Klarheit über die Limmattalbahn hat. Es macht keinen Sinn und kostet zu viel, die Strasse zweimal aufzureissen.

Tägerhard

Entsprechen die geplanten Erweiterungsbauten den Bedürfnissen von Wettingen? Die Renovation des bestehenden "Tägi" war wichtig und auch zwingend. Die Erweiterung hingegen war reiner Wunschbedarf. Ist es ökologisch sinnvoll und vertretbar, fast eine Maximalvariante zu hinzustellen? Wettingen trägt die Folgekosten alleine. Sind weiterhin Investitionen für Gesundheit, Alter und Soziales möglich? Der Steuerfuss ist bereits im 2017 künstlich erhöht worden (resp. konnte nicht wie geplant gesenkt werden) und die grossen Beträge fürs Tägi sind noch nicht mal fällig geworden.

Der Umbau des «Tägi» wird für die Einwohner von Wettingen zu einer grossen Hypothek, d.h. Steuerfusserhöhungen und ev. auch höhere Eintrittsgelder. Der Fokus hätte meines Erachtens auf die effektiven Grundbedürfnisse der Wettinger Bevölkerung ausgerichtet werden sollen und die resultierenden Massnahmen hätten in einer umweltfreundlichen Art und Weise umgesetzt werden können. Ich habe mich im 2012 zusammen mit der glp und der IG Tägi stark dafür eingesetzt, aber die Bevölkerung hat in der zweiten Abstimmung dem Luxus den Vorrang gegeben. In den Wettinger Finanzen wird sich dieser Luxusposten in den kommenden Jahren trotz straffer Finanzpolitik unweigerlich niederschlagen.

Landstrasse

Die glp favorisierte als Variante 1 eine totale Umgestaltung der Landstrasse mit Verkehrsentlastung und einem regionalen Verkehrskonzept oder als Variante 2 kosmetische Änderungen an Fassaden und Bepflanzungen mit Zwischenräumen, kleine Grünflächen, Bänke und einem Parkleitsystem. Zwischenlösungen kosten tendenziell zuviel für den entsprechenden Nutzen. Nun erwarten wir einen Entscheid über die Limmattalbahn und die Oase, bevor die Landstrasse aufgerissen wird zur Sanierung. Für letzters kann der Entscheid gut abgewartet werden, anstatt die Kosten zweimal anfallen zu lassen.

Leben im Alter

Die aktuellen und zukünftigen Betreuungsformen sollen mit allen Betroffenen erarbeitet werden. In einem Masterplan sollen Elemente wie zukünftige Spitex-Leistungen, mögliche Begegnungszonen, Senioren-WG, Handicap-Strukturen (beim Einkaufen) oder öffentlicher Verkehr erstellt werden.


Wettingen in 30 Jahren - quo vadis?

Ich vermisse den Mut, weiter und breiter zu denken. Alain Burger hat mit seinem Vorstoss zur "Smart City" ins Schwarze getroffen. Ich hatte bereits zuvor im SBB-Areal öffentlich zugängliche Shared-Services und Shared-Büroflächen angeregt. Bevor einzelne Anbieter, wie die Bibliothek, einen Umbau angehen, sollten gerade im Nachgang des Strukturwandels von Corona ein Schritt zurück und zwei nach vorne in eine zukunftsträchtigere Ortgestaltung gemacht werden. Das umfassende Miteinander, ein Abschauen und sich inspirieren lassen von fortschrittlicheren Gemeinden und Anbietern, scheint hier leider nicht gängig zu sein. Wir sind eigentlich Teil der Metropolitankonferenz; stattdessen wird jedoch lieber über Baden Regio im Kleinen irgendwie pseudo-gross gedacht. Auch hier fehlt die Transparenz, welche vielleicht zu einem positiveren Bild führen würde. Nur: Wenn einer Einwohnerrätin das Wissen fehlt, wer soll denn dann den Durchblick haben? Das Öffentlichkeitsprinzip verlangt zu Recht Transparenz für die Steuerzahlenden, die diese Systeme finanzieren.